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Warum Menschenaufläufe? Warum Happenings auch zu Politischen Themen???
Gravierende Vorteile von politischen Happenings (wie Smartmobs) sind die Akzeptanz unter wenig- und unpolitischen und den, im Gegensatz zu klassischen Demonstrationen, kaum negativen Assoziationen und Konnotationen in der Bevölkerung und den Behörden und Staatsorganen. Da der Flashmob an sich unpolitisch ist (scheinspontane, unsinnige Aktion vieler in der Öffentlichkeit) ist er von den gängigen Auflagen für Demos (VersG, BefBezG, Hamburgisches Bannkreisgesetz) nicht betroffen. Das eröffnet viele Möglichkeiten: Politische Opposition braucht Kommunikation und eine Lobby. Sie zu haben nütz nix Sie allein zu vertreten nützt kaum. Sie zu sagen nützt wenig. Änderung braucht Kraft - das kennen wir aus der Physik, das trifft auch auf Gesellschaften zu, erst recht auf Verantwortliche Lenker wie Politiker. Erst in der Gemeinschaft bekommen wir die nötige Kraft. Einer aller stößt sie oft an, aber einer allein macht keine Druck. Wenige machen mehr Druck aber oft nicht genug, aber wie wenige Schneekristalle könne diese andere mitreissen. So entsteht ist öffentlicher Druck. Den bekommt man durch wirksame Aktionen, die die Bevölkerung und die Presse (als vierte Kraft in Staat) mobilisiert. Demonstrationen bergen die Gefahr der Eskalation (auf beiden Seiten). Das hat sie schon oft in Verruf gebracht. Flashmobs und Happenings stehen nicht in dieser Gefahr. Zwar ist es hier schwieriger die Botschaft und das Anliegen zu transportieren/kommunizieren, aber die positive Aufmerksamkeit ist einem so gut wie sicher. Happenings und Flashmobs ernten in der Regel Applaus der Zeugen statt Proteste. Aufmerksamkeit ist das A und O. Sie ist möglicherweise primär vor dem? Hat man aber einmal die Aufmerksamkeit der Bevölkerung oder Teilen von ihr, wird dies zu Neugier führen und weitere Vorgehen werden anders oder überhaupt wahrgenommen und erkannt (darauf folgende Pressearbeit, Verhandlungen, Aktionen, ÖA allgemein - die dann die Botschaft selber transportieren). Und DAS produziert den öffentlichen Druck, wenn die Bevölkerung auf den Kampf gegen Missstände aufmerksam wird und in positiv assoziiert (auch Sympathie) und am Ende dafür gewonnen wird. Kreative Aktionen schaffen das möglicherweise eher als klassische Demonstrationen in Form von Aufmärschen. Smartmobs sind eine moderne Form solch zeitgemäßer, Sympathie schaffender Kreativ-Aktionen. Das Problem der Kommunikation der Anliegen bei derartigen Aktionen ist klar. Keine Banner, keine Sprechchöre etc. Aber wie ober angedeutet muss man sich vielleicht vom klassischen Weg verabschieden bei dem Aufmerksamkeit und Botschaft noch eins sind.Hier geht es um gewinnen und öffnen damit man anschließend überzeugen kann. Flashmobs an sich fallen nicht unter das Versammlungsgesetz. Je nachdem wie anschließend die Botschaft transportiert wird, kann dies dann darunter fallen und wäre somit anmeldungs- und genehmigungspflichtig. Aber ein paar Flyer verteilen wird schon ok sein, vor allem weil alles schnell vorbei ist und eher nachwirkt. Ggf. T-Shirt tragen wird einem auch keiner verbieten, die Träger kommen “spontan” zusammen, halten sich kurz auf und zerstreuen sich anschließend wieder. Mit großem Nachspiel durch Ordnungshüter ist allen schon wegen der Kürze der Aktionen an sich kaum zu rechnen. Der offiziell politische Teil (der das VersG tangiert) ist ja noch mal wesentlich kürzer!